Stromkabel sind überall um uns herum, aber haben Sie sich jemals gefragt, warum sie so sind, wie sie sind? Es gibt Regeln dafür, und die nennt man Stromverkabelungsstandards. Diese Standards sind nicht nur zum Spaß da. Sie sorgen dafür, dass alles sicher funktioniert und keine Probleme auftreten. In diesem Artikel schauen wir uns an, was diese Standards bedeuten und warum sie wichtig sind, damit Sie besser verstehen, wie Ihr Zuhause oder Ihr Arbeitsplatz mit Strom versorgt wird.
Wichtige Punkte
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Stromverkabelungsstandards sind wichtig, damit elektrische Anlagen sicher sind und gut funktionieren. Sie helfen, Unfälle wie Brände oder Stromschläge zu vermeiden.
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Normen und Vorschriften, wie die DIN VDE in Deutschland oder internationale IEC-Standards, geben vor, wie Kabel beschaffen sein und wie sie verlegt werden müssen.
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Bei der Auswahl des richtigen Kabels muss man auf das Material, den Querschnitt und die Isolierung achten. Auch die Umgebung, in der das Kabel liegt, spielt eine Rolle.
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Die richtige Installation und Verlegung von Kabeln ist entscheidend. Dazu gehören sichere Verlegearten, guter Schutz vor Beschädigungen und Brandschutz.
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Sicherungen, Schutzschalter und Fehlerstrom-Schutzschalter (RCDs) sind dazu da, Stromkreise im Notfall abzuschalten und so Menschen und Geräte zu schützen.
Grundlagen Der Stromverkabelungsstandards
Manchmal fragt man sich ja schon, warum es überhaupt so viele Regeln gibt, wenn es um Strom geht. Gerade bei der Verkabelung. Man könnte ja meinen, ein Kabel ist ein Kabel, oder? Aber nein, da steckt viel mehr dahinter. Diese Standards sind im Grunde die Bauanleitung für sichere Stromnetze. Ohne sie wäre unser Alltag, wie wir ihn kennen, gar nicht denkbar. Stellt euch mal vor, jedes Haus hätte eine andere Art von Steckdose oder die Kabel würden einfach so lose rumliegen. Chaos pur, und vor allem extrem gefährlich.
Warum Stromverkabelungsstandards Wichtig Sind
Das Wichtigste zuerst: Sicherheit. Strom ist nützlich, aber eben auch gefährlich, wenn man nicht aufpasst. Standards sorgen dafür, dass die Wahrscheinlichkeit von Kurzschlüssen, Bränden oder Stromschlägen minimiert wird. Das betrifft nicht nur uns zu Hause, sondern auch in Büros, Fabriken oder öffentlichen Gebäuden. Es geht darum, dass die Geräte, die wir täglich nutzen, auch sicher mit Strom versorgt werden und dass die Installationen selbst keine Gefahr darstellen. Denkt mal an die ganzen neuen smarten Technologien, die immer mehr Einzug halten. Die brauchen auch eine stabile und sichere Basis, und die schaffen erst die richtigen Verkabelungsstandards. Mehr dazu findet man auch in Artikeln über technologische Innovationen in Europa.
Die Rolle Von Normen Und Vorschriften
Normen und Vorschriften sind quasi die Gesetze für Elektriker und Hersteller. Sie legen fest, wie Kabel beschaffen sein müssen, wie sie verlegt werden dürfen und welche Schutzmaßnahmen nötig sind. In Deutschland sind das vor allem die DIN VDE-Normen. Diese sind nicht einfach nur Empfehlungen, sondern oft rechtlich bindend. Sie werden regelmäßig überarbeitet, um neuen Erkenntnissen und Technologien Rechnung zu tragen. Das ist ein ständiger Prozess, der sicherstellt, dass wir immer auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik sind.
Sicherheit Durch Standardisierte Verkabelung
Wenn alle nach den gleichen Regeln spielen, wird es sicherer. Das gilt auch für die Stromverkabelung. Ein standardisiertes System bedeutet, dass jeder Elektriker weiß, was er tun muss, und dass Ersatzteile passen. Es vereinfacht die Fehlersuche und Reparatur erheblich. Außerdem hilft es, die Qualität der verbauten Materialien zu sichern. Man kann sich darauf verlassen, dass ein nach Norm verlegtes Kabel auch die Belastungen aushält, für die es ausgelegt ist. Das ist ein bisschen wie bei Werkzeugen: Ein guter Hammer ist ein guter Hammer, egal wo man ihn kauft, weil es dafür Standards gibt.
Die Einhaltung von Stromverkabelungsstandards ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Sie schützt Leben, Eigentum und die Funktionsfähigkeit unserer modernen Infrastruktur. Ignorieren ist keine Option, wenn es um Strom geht.
Wichtige Normen Für Stromverkabelung
Wenn wir über Stromverkabelung sprechen, kommen wir an den Normen und Vorschriften nicht vorbei. Die sind echt wichtig, damit alles sicher ist und funktioniert, wie es soll. Ohne die gäbe es wahrscheinlich viel mehr Probleme.
Die DIN VDE Normen Im Überblick
In Deutschland sind die DIN VDE Normen die absolute Basis. Die VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) arbeitet da eng mit dem DIN (Deutsches Institut für Normung) zusammen. Diese Normen decken fast alles ab, von der Planung bis zur Installation von elektrischen Anlagen. Sie sagen uns zum Beispiel, wie dick ein Kabel sein muss, je nachdem, wie viel Strom da durchfließen soll, oder welche Art von Isolierung wir brauchen.
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DIN VDE 0100-410: Schutz gegen elektrischen Schlag.
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DIN VDE 0100-520: Auswahl und Errichtung von Kabel- und Leitungsanlagen.
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DIN VDE 0100-600: Erstprüfungen von Anlagen.
Diese Regeln sind nicht nur zum Spaß da. Sie sollen uns schützen und verhindern, dass es zu Bränden oder Stromschlägen kommt. Die Einhaltung dieser Normen ist daher keine Option, sondern eine Notwendigkeit.
Internationale Standards Wie IEC
Neben den deutschen Normen gibt es natürlich auch internationale Standards. Die wichtigste hier ist die IEC (International Electrotechnical Commission). Viele Länder übernehmen die IEC-Normen oder orientieren sich stark daran. Das ist super praktisch, wenn man zum Beispiel im Ausland baut oder Produkte aus anderen Ländern verwendet. Die IEC-Normen sorgen für eine gewisse Einheitlichkeit weltweit, was den Handel und die Sicherheit erleichtert. Manchmal sind die IEC-Normen etwas allgemeiner gehalten, und die nationalen Normen, wie eben die DIN VDE, konkretisieren das dann für die jeweiligen Länder.
Regionale Unterschiede Und Ihre Bedeutung
Auch wenn es internationale Standards gibt, muss man aufpassen. Es gibt immer noch regionale Unterschiede. Was in Deutschland erlaubt ist, muss nicht unbedingt in einem anderen Land oder sogar einer anderen Region innerhalb eines Landes gelten. Das kann an unterschiedlichen klimatischen Bedingungen liegen, an lokalen Bauvorschriften oder einfach an Traditionen. Zum Beispiel können die Anforderungen an die Verlegung von Kabeln im Freien je nach Region stark variieren. Es ist also immer gut, sich vor Ort zu informieren, welche spezifischen Regeln gelten. Das gilt auch für die Installation von Geräten, die vielleicht eine spezielle Zulassung für die Region brauchen. Wer sich nicht sicher ist, sollte immer einen Fachmann fragen, der sich mit den lokalen Gegebenheiten auskennt. Das kann auch die Auswahl von Geräten beeinflussen, die man über Smart Meter ablesen kann, da die Datenübertragung und -verarbeitung regional unterschiedlich geregelt sein kann.
Auswahl Des Richtigen Kabels
Material Und Leiterquerschnitt Bestimmen
Bei der Auswahl des richtigen Kabels ist es super wichtig, sich erstmal Gedanken über das Material und den Leiterquerschnitt zu machen. Das ist quasi das Herzstück vom Kabel, wo der Strom überhaupt erst durchfließt. Meistens nimmt man Kupfer, weil das Strom gut leitet und nicht so schnell korrodiert. Aluminium ist zwar leichter und billiger, aber leitet schlechter und braucht dickere Querschnitte. Der Querschnitt selbst, also wie dick der Draht im Inneren ist, hängt direkt davon ab, wie viel Strom durch das Kabel fließen soll und wie lang die Strecke ist. Zu dünn und es wird heiß, zu dick und man zahlt unnötig drauf. Die richtige Dimensionierung verhindert Überhitzung und sorgt für einen stabilen Stromfluss.
Isolationsmaterialien Und Ihre Eigenschaften
Die Isolierung schützt uns vor Stromschlägen und das Kabel vor äußeren Einflüssen. Da gibt’s verschiedene Materialien, jedes mit seinen Eigenheiten. PVC ist ein Klassiker, günstig und recht robust, aber nicht so gut bei Hitze oder aggressiven Chemikalien. Gummi ist flexibler und hält mehr aus, ist aber oft teurer. Silikon ist super hitzebeständig und flexibel, aber empfindlicher gegen mechanische Beschädigungen. Dann gibt’s noch spezielle Kunststoffe wie PE oder XLPE, die oft in Energie- und Datenkabeln stecken und gute elektrische Eigenschaften haben. Man muss halt schauen, was für die jeweilige Anwendung am besten passt.
Umgebungsbedingungen Berücksichtigen
Die Umgebung, in der das Kabel verlegt wird, spielt eine riesige Rolle. Ist es draußen, wo es Sonne, Regen und Temperaturschwankungen gibt? Oder in einer Werkstatt, wo Öl und Schmierstoffe herumschwirren könnten? Vielleicht sogar in einem feuchten Keller oder in der Nähe von Wärmequellen? All das beeinflusst die Wahl des Kabels. Ein Kabel, das für den Innenbereich gedacht ist, wird draußen schnell kaputtgehen. Genauso braucht man in der Nähe von starken Magnetfeldern oder bei hohen Temperaturen spezielle Kabel. Man muss also immer das Kleingedruckte lesen und die Bedingungen checken, bevor man kauft.
Die Auswahl des Kabels ist kein Hexenwerk, aber man sollte sich schon ein bisschen damit beschäftigen. Falsch gewählt, kann das nicht nur teuer werden, sondern auch gefährlich. Lieber einmal mehr nachfragen oder recherchieren, als später Probleme zu bekommen.
Installation Und Verlegung Von Kabeln
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Sichere Verlegearten Und Ihre Vorteile
Wenn es darum geht, Stromkabel zu verlegen, gibt es ein paar Methoden, die man kennen sollte. Die Wahl der richtigen Verlegeart ist entscheidend für die Sicherheit und Langlebigkeit der Elektroinstallation. Jede Methode hat ihre eigenen Vorteile und ist für bestimmte Situationen besser geeignet. Man kann Kabel zum Beispiel in Leerrohren verlegen. Das schützt sie vor mechanischer Beschädigung und erleichtert später den Austausch, falls das mal nötig sein sollte. Eine andere gängige Methode ist die direkte Verlegung in Wänden, oft in Schlitzen, die dann verputzt werden. Das sieht ordentlich aus und ist platzsparend. Für den Außenbereich oder in feuchten Umgebungen gibt es spezielle Kabel und Verlegesysteme, die Feuchtigkeit und UV-Strahlung trotzen.
Hier sind ein paar gängige Verlegearten:
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Aufputzverlegung: Kabel werden auf der Oberfläche von Wänden oder Decken verlegt, oft in Kabelkanälen oder Rohren. Das ist relativ einfach und schnell, aber nicht jedermanns Geschmack.
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Unterputzverlegung: Kabel werden in Schlitzen in der Wand oder Decke verlegt und anschließend verputzt. Sieht am besten aus, ist aber aufwendiger.
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Leerrohrverlegung: Kabel werden in flexiblen oder starren Rohren verlegt. Das bietet guten Schutz und erleichtert spätere Änderungen.
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Erdverlegung: Spezielle Kabel werden direkt im Erdreich verlegt, meist mit zusätzlichem Schutz.
Schutz Und Mechanische Belastbarkeit
Kabel sind nicht unverwüstlich. Sie können durch scharfe Kanten, Quetschungen oder übermäßige Biegung beschädigt werden. Deshalb ist es wichtig, sie richtig zu schützen. Das bedeutet, dass man darauf achten muss, wo und wie die Kabel verlegt werden. Vermeiden Sie es, Kabel dort zu verlegen, wo sie leicht getreten oder mit schweren Gegenständen belastet werden könnten. Wenn Kabel durch Wände oder Decken geführt werden, sollten sie durch passende Schutzrohre oder -führungen geführt werden, um Reibung und Abrieb zu verhindern. Die mechanische Belastbarkeit hängt stark vom Kabeltyp und der Verlegeart ab. Ein Kabel, das im Freien liegt und der Witterung ausgesetzt ist, braucht einen anderen Schutz als ein Kabel, das in einem trockenen Innenraum verlegt wird.
Brandschutzaspekte Bei Der Installation
Beim Verlegen von Stromkabeln spielt Brandschutz eine große Rolle. Man will ja nicht, dass ein Kabelbrand das ganze Haus in Gefahr bringt. Deshalb gibt es Vorschriften, wie Kabel verlegt werden müssen, um die Brandgefahr zu minimieren. Zum Beispiel dürfen Kabel nicht einfach so in brennbaren Dämmmaterialien liegen. Sie müssen oft in geeigneten Rohren oder Kanälen verlegt werden, die im Brandfall die Ausbreitung von Feuer und Rauch verlangsamen. Auch die Wahl des richtigen Kabels ist wichtig. Kabel mit speziellen Brandschutzeigenschaften, die im Brandfall länger intakt bleiben und keine giftigen Gase abgeben, sind in bestimmten Bereichen vorgeschrieben. Die richtige Absicherung der Stromkreise, über die wir später noch sprechen, ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Brandschutzes, da sie Überlastungen verhindert, die zu Bränden führen können.
Die richtige Installation und Verlegung von Stromkabeln ist kein Hexenwerk, aber man muss ein paar Dinge beachten. Sicherheit geht vor, und das fängt schon beim Verlegen an. Wenn man sich unsicher ist, lieber einen Fachmann fragen. Das spart am Ende vielleicht viel Ärger und Geld.
Schutz Und Absicherung Von Stromkreisen
Die Funktion von Sicherungen und Schutzschaltern
Stromkreise müssen vor Überlastung und Kurzschlüssen geschützt werden. Das ist super wichtig, damit nichts anbrennt oder die Geräte kaputtgehen. Früher gab es dafür nur Schmelzsicherungen, die bei zu viel Strom durchbrannten. Heute sind wir da viel weiter. Leitungsschutzschalter, auch bekannt als Sicherungsautomaten, sind da schon viel praktischer. Sie lösen bei einem Fehler aus und können nach der Behebung des Problems einfach wieder eingeschaltet werden. Das spart Zeit und Nerven.
Die Hauptaufgabe dieser Bauteile ist es, den Stromfluss zu unterbrechen, wenn er bestimmte Grenzwerte überschreitet. Das schützt sowohl die Leitungen selbst vor Überhitzung als auch die angeschlossenen Geräte vor Schäden. Man kann sich das wie einen Wächter vorstellen, der bei Gefahr sofort Alarm schlägt und die Verbindung kappt.
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Überlastschutz: Verhindert, dass zu viele Geräte an einem Stromkreis hängen und die Leitung zu heiß wird.
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Kurzschlussschutz: Reagiert blitzschnell, wenn zwei Leiter unbeabsichtigt Kontakt bekommen, was zu extrem hohen Strömen führt.
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Wiederverwendbarkeit: Moderne Schutzschalter lassen sich nach einer Auslösung einfach zurücksetzen.
Erdung und Potenzialausgleich
Erdung und Potenzialausgleich sind zwei Begriffe, die oft zusammen genannt werden, aber unterschiedliche Dinge bedeuten. Die Erdung verbindet leitfähige Teile eines Geräts, die bei einem Defekt unter Spannung geraten könnten, mit der Erde. Das ist eine Art Sicherheitsnetz. Der Potenzialausgleich sorgt dafür, dass alle leitfähigen Teile im Haus, wie zum Beispiel Wasserrohre und Metallteile der Heizung, auf dem gleichen elektrischen Potenzial liegen. Das verhindert gefährliche Spannungsunterschiede, falls doch mal ein Fehler auftritt.
Stell dir vor, du fasst gleichzeitig eine Metalltür und ein defektes Gerät an. Ohne Potenzialausgleich könnte ein Strom durch deinen Körper fließen. Mit einem funktionierenden System sind beide Teile auf dem gleichen ‚Strom-Niveau‘, und die Gefahr ist viel geringer. Das ist besonders wichtig in Bädern oder Küchen, wo viele leitfähige Elemente vorhanden sind.
Fehlerstrom-Schutzschalter (RCDs)
Fehlerstrom-Schutzschalter, kurz RCDs (Residual Current Devices), sind eine weitere wichtige Schutzmaßnahme. Sie messen ständig die Differenz zwischen dem Strom, der in einen Stromkreis hineinfließt, und dem, der wieder herauskommt. Wenn diese Differenz zu groß wird, bedeutet das, dass Strom irgendwo ‚verloren‘ geht – oft durch einen Menschen, der versehentlich die Leitung berührt. In so einem Fall unterbricht der RCD den Stromkreis extrem schnell, oft in Millisekunden. Das kann Leben retten.
Man findet sie heute in fast jeder modernen Elektroinstallation, und das aus gutem Grund. Sie bieten einen zusätzlichen Schutz, der über den reinen Überlast- und Kurzschlussschutz von Leitungsschutzschaltern hinausgeht. Besonders in Bereichen mit erhöhter Feuchtigkeit oder wo die Gefahr eines Stromschlags größer ist, sind sie unverzichtbar.
Spezielle Anforderungen An Stromverkabelung
Manchmal reicht die Standardverkabelung einfach nicht aus. Es gibt Orte und Situationen, da muss die Elektrik mehr aushalten oder ganz anders beschaffen sein. Denken wir mal an die Garage, das Bad oder den Garten – überall lauern andere Herausforderungen für unsere Kabel.
Verkabelung In Feuchten Räumen
Feuchte Räume wie Badezimmer oder Waschküchen sind ein klassisches Beispiel. Hier ist die Gefahr eines Stromschlags durch Wasser deutlich höher. Deshalb sind spezielle Kabel und Schutzmaßnahmen nötig. Die Isolierung muss robuster sein, um Feuchtigkeit standzuhalten. Außerdem ist die Verwendung von Fehlerstrom-Schutzschaltern (RCDs) hier nicht nur empfohlen, sondern oft vorgeschrieben. Die Schutzart der verbauten Komponenten spielt ebenfalls eine große Rolle. Man achtet auf IP-Schutzarten, die angeben, wie gut das Gehäuse gegen das Eindringen von Wasser und Fremdkörpern geschützt ist.
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Höhere Schutzart (IP-Klasse) für Steckdosen und Schalter.
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Zusätzlicher Schutz durch RCDs ist Pflicht.
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Verwendung von feuchtigkeitsbeständigen Kabeln und Leitungen.
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Sicherheitsabstände zu Wasserquellen wie Duschen und Waschbecken einhalten.
Anforderungen Für Außenbereiche
Kabel, die im Freien verlegt werden, müssen ganz anderen Widrigkeiten trotzen. Sonne, Regen, Schnee, Temperaturschwankungen und mechanische Belastungen durch Tiere oder Gartengeräte sind hier an der Tagesordnung. Die richtige Auswahl des Kabels ist hier das A und O.
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UV-Beständigkeit: Das Kabel darf durch Sonneneinstrahlung nicht spröde werden.
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Temperaturbeständigkeit: Es muss sowohl Frost als auch Hitze aushalten.
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Mechanische Robustheit: Schutz vor Beschädigung durch Graben, Mähen oder Tiere.
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Witterungsbeständigkeit: Schutz vor Feuchtigkeit und Korrosion.
Für die Verlegung im Erdreich gibt es spezielle Erdkabel, die oft in einem Schutzrohr verlegt werden, um zusätzlichen Schutz zu bieten. Oberirdische Leitungen benötigen oft eine zusätzliche Ummantelung oder werden in robusten Kabelkanälen geführt.
Industrielle Und Gewerbliche Anwendungen
In Fabriken, Werkstätten oder großen Bürogebäuden sind die Anforderungen oft nochmals höher. Hier geht es nicht nur um Sicherheit, sondern auch um Zuverlässigkeit und die Bewältigung hoher Lasten. Die Kabel müssen oft:
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Hohen Temperaturen standhalten.
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Resistent gegen Chemikalien oder Öle sein.
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Sehr hohen mechanischen Belastungen gewachsen sein (z.B. durch Maschinenbewegung).
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Besondere Brandschutzanforderungen erfüllen, um im Notfall die Ausbreitung von Feuer zu verlangsamen.
Die Auswahl der richtigen Kabeltypen, wie z.B. spezielle Steuerleitungen oder Starkstromkabel, ist hier entscheidend. Auch die Verlegeart, oft in robusten Kabeltrassen oder -pritschen, muss sorgfältig geplant werden, um eine einfache Wartung und spätere Erweiterungen zu ermöglichen. Die Normen, die hier gelten, sind oft noch strenger als im Wohnbereich.
Fazit: Stromverkabelung muss kein Hexenwerk sein
So, das war’s also mit den Stromverkabelungsstandards. Gar nicht so wild, oder? Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen die Angst davor nehmen. Klar, es gibt ein paar Regeln zu beachten, aber im Grunde geht es darum, dass alles sicher und richtig funktioniert. Wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, merkt man schnell, dass das kein Hexenwerk ist. Denkt dran, bei Unsicherheiten lieber einen Fachmann fragen. Aber für die kleinen Dinge im Leben, da wisst ihr jetzt vielleicht ein bisschen mehr. Bis zum nächsten Mal!
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Regeln für Stromkabel wichtig?
Regeln für Stromkabel sind super wichtig, damit alles sicher ist. Stell dir vor, jeder würde Kabel einfach so verlegen, wie er gerade Lust hat. Das könnte zu Kurzschlüssen führen, Brände auslösen oder sogar gefährliche Stromschläge verursachen. Standards sorgen dafür, dass alle wissen, wie man Kabel richtig und sicher benutzt, damit wir uns keine Sorgen machen müssen, wenn wir das Licht einschalten oder den Toaster benutzen.
Welche Kabel sind am besten für mein Zimmer?
Das hängt davon ab, was du mit dem Kabel machen willst! Für normale Geräte wie Lampen oder deinen Computer reichen meist dünnere Kabel. Wenn du aber etwas Stärkeres anschließen willst, das viel Strom braucht, wie zum Beispiel ein Heizlüfter, brauchst du ein dickeres Kabel. Wichtig ist auch, dass das Kabel für den Raum geeignet ist. In der Küche oder im Bad, wo es feucht werden kann, brauchst du spezielle Kabel, die besser geschützt sind.
Was bedeutet ‚Leiterquerschnitt‘?
Der Leiterquerschnitt ist quasi die Dicke des Drahtes im Kabel, durch den der Strom fließt. Je dicker der Draht, desto mehr Strom kann er sicher transportieren, ohne heiß zu werden. Stell es dir wie eine Wasserleitung vor: Eine dicke Leitung kann viel Wasser auf einmal transportieren, eine dünne nur wenig. Bei Stromkabeln ist es ähnlich – ein größerer Querschnitt bedeutet mehr Stromfähigkeit.
Was macht ein FI-Schutzschalter?
Ein FI-Schutzschalter, auch RCD genannt, ist wie ein kleiner Lebensretter. Er passt auf, ob der Strom, der in ein Gerät hineingeht, auch wieder herauskommt. Wenn ein Teil des Stroms irgendwo andershin abfließt – zum Beispiel, weil du mit einem nassen Finger ein defektes Gerät berührst – merkt der FI das sofort und schaltet den Strom blitzschnell ab. Das verhindert schlimme Stromschläge.
Kann ich Kabel einfach draußen verlegen?
Nicht jedes Kabel ist für draußen gemacht! Draußen sind die Kabel vielen Dingen ausgesetzt: Regen, Sonne, Kälte, Hitze und sogar Tieren. Deshalb gibt es spezielle Kabel für den Außenbereich. Diese sind robuster und besser gegen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen geschützt. Einfache Zimmerkabel würden dort schnell kaputtgehen und wären gefährlich.
Was ist der Unterschied zwischen einer Sicherung und einem Schutzschalter?
Im Grunde machen beide das Gleiche: Sie schützen uns und unsere Geräte vor zu viel Strom. Eine Sicherung hat einen Draht, der bei zu viel Strom durchbrennt und so den Stromkreis unterbricht. Ein Schutzschalter (wie ein Leitungsschutzschalter) ist wie eine wiederverwendbare Sicherung. Wenn zu viel Strom fließt, löst er aus und du kannst ihn später einfach wieder einschalten, nachdem du die Ursache gefunden hast.