Wenn es um die Verkabelung in Ihrem Zuhause geht, stehen Sie wahrscheinlich vor der Frage: Kupfer oder Aluminium? Beide Materialien haben ihre Fans und ihre Tücken. Früher war Aluminium eine beliebte Wahl, vor allem wegen des Preises. Aber die Zeiten ändern sich, und mit ihnen das Wissen über die beste und sicherste Methode. In diesem Artikel schauen wir uns Kupfer vs Aluminiumkabel genau an, damit Sie wissen, was für Ihr Projekt am besten ist.
Schlüsselüberlegungen: Kupfer vs Aluminiumkabel
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Kupfer bietet eine bessere elektrische Leitfähigkeit und ist korrosionsbeständiger, was es zu einer sichereren Langzeitwahl macht.
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Aluminium ist zwar günstiger, hat aber eine geringere Leitfähigkeit und neigt stärker zur Oxidation, was spezielle Installationsmethoden erfordert.
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Die höhere Wärmeausdehnung von Aluminium kann zu Problemen wie Lockerkontakten und erhöhter Brandgefahr führen.
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Für die meisten Hausinstallationen, bei denen Sicherheit und Langlebigkeit im Vordergrund stehen, ist Kupfer die empfohlene Wahl, trotz höherer Anfangskosten.
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Bei der Entscheidung zwischen Kupfer vs Aluminiumkabel sollten immer die spezifischen Anforderungen des Projekts und die Empfehlungen eines Fachmanns berücksichtigt werden.
Kupfer vs Aluminiumkabel: Ein Überblick
Wenn es um die Verkabelung in unseren Häusern oder größeren Projekten geht, stehen wir oft vor der Frage: Kupfer oder Aluminium? Beide Metalle können Strom leiten, aber sie sind sich nicht wirklich ähnlich. Man könnte sagen, sie sind wie Äpfel und Birnen, nur eben aus Metall. Früher war Aluminium mal eine beliebte Alternative, weil es leichter und billiger war. Aber heute, mit all den neuen Erkenntnissen und Sicherheitsanforderungen, wird die Sache schon kniffliger.
Grundlegende Eigenschaften im Vergleich
Kupfer ist das, was man gemeinhin als den Standard ansieht. Es leitet Strom richtig gut und ist ziemlich robust. Aluminium hingegen ist leichter und kostet weniger. Das klingt erstmal verlockend, aber es hat auch seine Tücken. Zum Beispiel braucht Aluminium mehr Platz, um die gleiche Strommenge zu transportieren wie Kupfer. Stell dir vor, du brauchst für die gleiche Aufgabe einen größeren Schlauch – so ähnlich ist das.
Historische Verwendung und heutige Debatte
Früher hat man Aluminiumkabel öfter verbaut, gerade bei großen Stromleitungen, wo das Gewicht und die Kosten eine Rolle spielten. Aber gerade in Wohngebäuden gibt es da Bedenken. Die Art und Weise, wie Aluminium auf Umwelteinflüsse reagiert, zum Beispiel mit Oxidation, kann zu Problemen führen, die bei Kupfer seltener auftreten. Das macht die Entscheidung nicht einfacher, und deshalb reden wir heute noch darüber, was denn nun die beste Wahl ist. Es ist ein ständiges Abwägen zwischen dem, was praktisch ist, was sicher ist und was ins Budget passt.
Die Vorteile von Kupferkabeln
Wenn es um elektrische Installationen geht, ist Kupfer oft die erste Wahl, und das aus guten Gründen. Dieses Metall hat sich über Jahrzehnte als zuverlässiges Material für die Stromübertragung bewährt.
Überlegene elektrische Leitfähigkeit
Kupfer leitet Strom einfach besser als Aluminium. Das bedeutet, dass weniger Energie auf dem Weg verloren geht, was Ihr System effizienter macht. Stellen Sie sich das wie eine breitere Straße für den Strom vor – er fließt freier und schneller. Dieser geringe Widerstand ist ein echter Pluspunkt, besonders wenn es um längere Leitungen oder höhere Stromstärken geht. Weniger Energieverlust heißt am Ende auch weniger Stromkosten.
Korrosionsbeständigkeit und Langlebigkeit
Ein weiterer großer Vorteil von Kupfer ist seine natürliche Beständigkeit gegen Korrosion. Wenn Kupfer mit Sauerstoff in Berührung kommt, bildet es eine schützende Schicht, die sogenannte Patina. Diese Schicht verhindert, dass das Metall weiter oxidiert und beschädigt wird. Das macht Kupferkabel besonders langlebig und sorgt dafür, dass Verbindungen über viele Jahre hinweg stabil bleiben. Weniger Korrosion bedeutet auch weniger Probleme mit lockeren Kontakten, die zu Überhitzung führen könnten.
Sicherheit und Zuverlässigkeit
Die Kombination aus guter Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit macht Kupfer zu einem sehr sicheren Material für elektrische Kabel. Es dehnt sich bei Erwärmung weniger aus als Aluminium, was das Risiko von Spannungen an Verbindungsstellen reduziert. Diese Stabilität trägt maßgeblich zur allgemeinen Zuverlässigkeit einer elektrischen Anlage bei. Man kann sich darauf verlassen, dass Kupferkabel ihre Arbeit tun, ohne unerwartete Probleme zu verursachen. Es ist einfach ein Material, das man als Standard für sichere Installationen betrachten kann.
Die Nachteile von Aluminiumkabeln
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Aluminiumkabel haben zwar ihre Vorteile, besonders wenn es um Gewicht und Kosten geht, aber man sollte die Nachteile nicht übersehen. Wenn man sich für Aluminium entscheidet, muss man sich der potenziellen Probleme bewusst sein, die auftreten können.
Geringere Leitfähigkeit und größerer Querschnitt
Ein Hauptpunkt ist die elektrische Leitfähigkeit. Aluminium leitet Strom nicht so gut wie Kupfer. Das bedeutet, um die gleiche Menge Strom zu transportieren, braucht man ein dickeres Aluminiumkabel. Stell dir vor, du willst Wasser durch einen Schlauch leiten. Wenn der Schlauch dünner ist, brauchst du mehr Druck, um die gleiche Menge Wasser durchzubekommen. Bei Strom ist es ähnlich: Ein dünnerer Leiter (wie Kupfer) lässt Strom leichter fließen. Ein dickeres Aluminiumkabel ist also nötig, um die Leistung eines kleineren Kupferkabels zu erreichen. Das kann in engen Installationsbereichen, wie zum Beispiel in Schaltschränken, ein echtes Problem werden, weil dort einfach nicht genug Platz für diese größeren Kabel ist.
Oxidationsneigung und Kontaktprobleme
Aluminium hat eine Eigenart: Es reagiert mit Sauerstoff. An der Oberfläche bildet sich eine dünne Oxidschicht. Diese Schicht ist zwar ein gewisser Schutz, aber sie ist auch ein schlechter Stromleiter. Das kann zu Problemen an den Verbindungsstellen führen. Wenn die Verbindungen nicht perfekt sind oder sich im Laufe der Zeit lockern, kann diese Oxidschicht den Übergangswiderstand erhöhen. Das führt zu Erwärmung, und das ist nie gut für die elektrische Sicherheit. Man muss hier wirklich aufpassen und oft spezielle Pasten oder Klemmen verwenden, um das zu verhindern. Das macht die Installation aufwendiger und fehleranfälliger.
Zerbrechlichkeit und kürzere Lebensdauer
Aluminium ist auch nicht so robust wie Kupfer. Es ist spröder. Das bedeutet, es hält nicht so vielen Biegungen stand, bevor es bricht. Wenn man Kabel verlegt, muss man sie oft biegen. Kupfer kann das viel öfter aushalten. Bei Aluminium kann es passieren, dass es bei zu häufigem oder zu starkem Biegen einfach bricht. Außerdem neigt Aluminium dazu, sich bei Erwärmung auszudehnen und bei Abkühlung wieder zusammenzuziehen. Das kann dazu führen, dass sich Verbindungen mit der Zeit lockern. Experten sagen, dass die Lebensdauer von Aluminiumkabeln oft auf etwa 30 Jahre begrenzt ist, danach sollte man sie austauschen. Kupferkabel halten in der Regel deutlich länger.
Die Wahl von Aluminiumkabeln erfordert sorgfältige Planung und die Berücksichtigung seiner spezifischen Eigenschaften, insbesondere im Hinblick auf die Leitfähigkeit, die Anfälligkeit für Oxidation und die mechanische Belastbarkeit. Ohne entsprechende Vorkehrungen können diese Nachteile zu Sicherheitsproblemen und erhöhtem Wartungsaufwand führen.
Kosten und Wirtschaftlichkeit im Detail
Bei der Wahl zwischen Kupfer- und Aluminiumkabeln spielen die Kosten natürlich eine große Rolle. Es ist nicht so einfach, wie nur den aktuellen Preis pro Meter zu vergleichen. Man muss das Ganze schon etwas genauer betrachten, um nicht am Ende draufzuzahlen.
Anfangsinvestition: Kupfer teurer, Aluminium günstiger
Das ist wohl der offensichtlichste Punkt. Wenn man sich die Rohstoffpreise ansieht, ist Kupfer aktuell deutlich teurer als Aluminium. Das kann schon mal einen Unterschied machen, gerade bei größeren Projekten, wo viele Meter Kabel verlegt werden. Aluminium wirkt da auf den ersten Blick wie die clevere Wahl für den Geldbeutel.
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Kupfer: Höherer Anschaffungspreis pro Kilogramm oder Tonne.
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Aluminium: Deutlich günstiger in der Anschaffung.
Aber Achtung: Der Preis für Kupfer kann ziemlich schwanken. Das macht die Planung manchmal schwierig. Aluminium ist da stabiler, was die Kalkulation erleichtert.
Langfristige Kostenbetrachtung: Wartung und Sicherheit
Hier wird es spannend. Nur weil Aluminium im Einkauf billiger ist, heißt das nicht, dass es auf lange Sicht auch die günstigere Lösung ist. Aluminium neigt stärker zur Oxidation. Das kann zu Problemen an den Verbindungsstellen führen. Wenn Kontakte locker werden oder korrodieren, kann das zu Überhitzung und im schlimmsten Fall zu Bränden führen. Solche Probleme kosten Geld – durch Reparaturen, Ausfallzeiten oder sogar Schäden.
Die vermeintliche Ersparnis bei Aluminium kann sich schnell in höhere Wartungskosten und potenzielle Sicherheitsrisiken umwandeln, wenn nicht von Anfang an auf spezielle Installationsmethoden geachtet wird.
Kupfer ist da robuster. Es korrodiert weniger und die Verbindungen bleiben stabiler. Das bedeutet oft weniger Ärger und geringere Folgekosten.
Querschnittsanpassung bei Aluminiumkabeln
Ein weiterer wichtiger Punkt, der die Kosten beeinflusst, ist der benötigte Querschnitt. Weil Aluminium eine geringere Leitfähigkeit hat als Kupfer, braucht man für die gleiche Stromstärke ein dickeres Aluminiumkabel. Das bedeutet:
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Mehr Material: Auch wenn Aluminium pro Kilo günstiger ist, braucht man mehr davon.
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Größerer Platzbedarf: Dickere Kabel brauchen mehr Platz in Leerrohren oder Verteilern.
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Höheres Gewicht (pro Leistung): Obwohl Aluminium leichter ist als Kupfer, braucht man für die gleiche Leistung oft mehr Volumen, was das Gewicht pro übertragener Leistung erhöhen kann.
Das muss man bei der Planung und bei den Gesamtkosten mit einrechnen. Manchmal relativiert sich der Preisvorteil von Aluminium dadurch schon erheblich.
Sicherheitsaspekte bei der Wahl des Kabels
Wenn es um die Elektrik geht, ist Sicherheit das A und O. Man kann es nicht oft genug betonen. Die Wahl des richtigen Kabels ist dabei ein ganz wichtiger Punkt, der oft unterschätzt wird. Es geht hier nicht nur um die Funktion, sondern vor allem darum, dass niemand zu Schaden kommt und Brände vermieden werden.
Wärmeausdehnung und Brandgefahr
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Kupfer und Aluminium liegt in ihrer Reaktion auf Temperaturschwankungen. Aluminium dehnt sich bei Erwärmung stärker aus als Kupfer. Das klingt erstmal nach wenig, kann aber im System für Probleme sorgen. Wenn sich Kabel erwärmen, weil Strom durchfließt, und Aluminium sich dabei stärker ausdehnt, können Verbindungen lockerer werden. Das ist besonders kritisch, denn lockere Verbindungen sind ein Nährboden für Probleme.
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Kupfer: Geringere Wärmeausdehnung, was zu stabileren Verbindungen führt.
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Aluminium: Höhere Wärmeausdehnung, was das Risiko von Lockerungen erhöht.
Diese Lockerungen führen zu erhöhtem Übergangswiderstand. Und was passiert dann? Genau, die Stelle wird noch heißer. Ein Teufelskreis, der im schlimmsten Fall zu einem Kabelbrand führen kann. Deshalb ist die richtige Dimensionierung und die Wahl des Materials hier so wichtig.
Risiken durch Lockerkontakte und Oxidation
Aluminium hat eine Eigenschaft, die uns Elektrikern Sorgen macht: Es oxidiert an der Luft. Diese Oxidschicht ist nicht leitfähig und kann den Kontakt verschlechtern. Wenn man Aluminiumkabel verwendet, muss man hier besonders aufpassen. Spezielle Pasten und Verbindungstechniken sind nötig, um das zu verhindern. Bei Kupfer ist das Problem viel kleiner, da es weniger anfällig für Oxidation ist. Das macht Kupferverbindungen auf lange Sicht oft zuverlässiger und sicherer.
Die Wahl des richtigen Kabels ist keine reine Preisfrage. Sicherheit und Langlebigkeit müssen immer an erster Stelle stehen, besonders wenn es um die elektrische Anlage im eigenen Zuhause geht. Ein kleiner Unterschied im Material kann große Auswirkungen auf die Sicherheit haben.
Empfehlungen für sichere Installationen
Damit bei der Installation alles glattgeht und sicher ist, hier ein paar Punkte:
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Materialwahl: Für die meisten Hausinstallationen ist Kupfer die sicherere und zuverlässigere Wahl. Es ist robuster und verzeiht kleine Fehler bei der Installation eher.
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Fachmann hinzuziehen: Wenn Sie unsicher sind, welche Kabel für Ihr Projekt am besten geeignet sind, holen Sie sich unbedingt professionelle Hilfe. Ein Elektriker kennt die Vorschriften und die Eigenschaften der Materialien.
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Spezialfälle Aluminium: Wenn Aluminiumkabel doch zum Einsatz kommen sollen, dann nur mit den vorgeschriebenen Verbindungsmaterialien und -techniken. Das ist aufwendiger und erfordert Wissen.
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Regelmäßige Prüfung: Unabhängig vom Material ist es ratsam, elektrische Anlagen regelmäßig überprüfen zu lassen, um Probleme frühzeitig zu erkennen.
Praktische Überlegungen zur Installation
Wenn es darum geht, Kabel im Haus zu verlegen, gibt es ein paar Dinge, die man bedenken sollte, damit am Ende alles glatt läuft. Es ist nicht nur die Frage, welches Material besser leitet, sondern auch, wie sich das Ganze im echten Leben verhält.
Gewicht und Handhabung der Kabel
Kupferkabel sind, ehrlich gesagt, ziemlich schwer. Wenn du also lange Strecken überbrücken musst oder das Kabel durch enge Stellen ziehen willst, kann das ganz schön anstrengend sein. Aluminiumkabel sind da deutlich leichter. Das macht die Verlegung einfacher und schneller, besonders wenn man alleine arbeitet. Stell dir vor, du musst ein dickes Kabel über Kopf verlegen – da macht das Gewicht einen riesigen Unterschied. Aber Achtung: Dieses geringere Gewicht kann auch bedeuten, dass das Kabel weniger robust ist und leichter beschädigt werden kann, wenn man nicht aufpasst.
Installationsprozess und spezielle Anforderungen
Die Installation von Aluminiumkabeln erfordert oft ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl. Wegen der Oxidationsneigung braucht man spezielle Verbindungstechniken und -materialien. Das bedeutet, man muss sicherstellen, dass man die richtigen Klemmen und Pasten zur Hand hat. Bei Kupfer ist das meist unkomplizierter. Die Verbindungen sind oft einfacher herzustellen und weniger anfällig für Probleme durch Umwelteinflüsse. Aber auch hier gilt: Eine saubere und korrekte Ausführung ist das A und O, egal welches Material du verwendest.
Verbindung von Kupfer und Aluminium: Risiken und Methoden
Manchmal muss man Kupfer- und Aluminiumkabel miteinander verbinden. Das ist aber nicht so einfach, wie es klingt. Wenn man diese beiden Metalle direkt zusammenbringt, kann es zu einer elektrochemischen Reaktion kommen, die Korrosion fördert. Das kann die Verbindung schwächen und im schlimmsten Fall zu einem Brand führen. Deshalb braucht man spezielle Übergangsklemmen oder -verbinder, die genau dafür gemacht sind. Diese sorgen dafür, dass die beiden Materialien sicher und ohne unerwünschte Reaktionen miteinander verbunden werden können. Ohne diese speziellen Teile sollte man auf keinen Fall Kupfer und Aluminium direkt verbinden. Es ist wirklich wichtig, hier auf Nummer sicher zu gehen, denn die Risiken sind nicht zu unterschätzen.
Die Wahl des richtigen Kabels ist nur der erste Schritt. Die Art und Weise, wie es installiert wird, hat einen direkten Einfluss auf die Sicherheit und Langlebigkeit der gesamten elektrischen Anlage. Fehler bei der Installation, besonders bei der Verbindung von unterschiedlichen Materialien oder bei der Handhabung von Kabeln mit geringerer mechanischer Festigkeit, können schnell zu Problemen führen, die teuer und gefährlich werden können.
Die richtige Entscheidung für Ihr Projekt
So, wir haben uns jetzt durch die ganzen technischen Details gewühlt, von der Leitfähigkeit bis zur Oxidation. Aber was bedeutet das jetzt konkret für dich und dein Projekt? Ganz ehrlich, die Wahl zwischen Kupfer und Aluminium ist keine, die man leichtfertig treffen sollte. Es geht hier nicht nur um ein paar Euro mehr oder weniger am Anfang, sondern um die Sicherheit und Zuverlässigkeit deines gesamten Systems.
Wann Kupfer die beste Wahl ist
Wenn es um dein Zuhause geht, um eine Installation, die Jahrzehnte halten soll, dann ist Kupfer meistens die sicherere Bank. Denk an die Hauptleitungen in deinem Haus, die Steckdosen, die Beleuchtung – überall dort, wo du dich auf eine stabile Stromversorgung verlassen musst. Kupfer ist einfach robuster, leitet den Strom besser und macht weniger Probleme mit Korrosion. Klar, es kostet mehr in der Anschaffung, aber dafür hast du weniger Sorgen wegen Lockerkontakten oder übermäßiger Wärmeentwicklung. Stell dir vor, du baust ein Haus – da sparst du doch auch nicht am Fundament, oder? Genauso ist es mit der Verkabelung.
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Langfristige Zuverlässigkeit: Kupfer bietet eine bewährte Stabilität über viele Jahre.
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Höhere Sicherheit: Weniger anfällig für Probleme durch Oxidation und Wärme.
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Bessere Leitfähigkeit: Minimiert Energieverluste und Spannungsabfälle.
Wann Aluminium eine Option sein könnte
Aluminium hat definitiv seinen Platz, aber eher in speziellen Anwendungen. Denk an große Freileitungen, wo das Gewicht eine Rolle spielt, oder vielleicht in sehr großen Industrieanlagen, wo man mit speziellen Techniken und viel Erfahrung arbeitet. Für den normalen Hausgebrauch, für die meisten Renovierungen oder Erweiterungen, ist Aluminium eher eine Herausforderung. Man braucht dickere Kabel für die gleiche Leistung, und die Verbindungen müssen extrem sorgfältig gemacht werden, oft mit speziellen Pasten, um die Oxidation in Schach zu halten. Wenn du also nicht gerade ein Experte bist oder ein Projekt hast, bei dem jedes Gramm zählt und du die Risiken genau kennst, würde ich persönlich eher die Finger davon lassen.
Die Entscheidung für das richtige Kabelmaterial ist eine Investition in die Zukunft deines elektrischen Systems. Während Aluminium auf den ersten Blick günstiger erscheint, können die potenziellen Folgekosten durch Wartung, erhöhte Risiken und die Notwendigkeit spezieller Installationstechniken diese anfängliche Ersparnis schnell zunichtemachen.
Die Rolle des Fachmanns bei der Entscheidungsfindung
Ehrlich gesagt, wenn du dir unsicher bist – und das ist völlig normal –, dann hol dir professionelle Hilfe. Ein guter Elektriker hat jahrelange Erfahrung und weiß genau, welche Kabel für deine spezifischen Bedürfnisse am besten geeignet sind. Er kennt die lokalen Vorschriften, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien in der Praxis und kann dir sagen, ob Aluminium in deinem speziellen Fall überhaupt eine Überlegung wert ist. Das kostet zwar etwas, aber es ist die beste Versicherung gegen teure Fehler und gefährliche Situationen. Denk dran, bei Strom ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen.
Fazit: Was ist nun die richtige Wahl?
Also, am Ende des Tages, wenn es um die Verkabelung in eurem Zuhause geht, ist die Sache eigentlich ziemlich klar. Kupfer ist einfach die sicherere und zuverlässigere Wahl, besonders wenn es um die Langlebigkeit geht. Klar, es kostet am Anfang mehr, aber dafür spart ihr euch wahrscheinlich eine Menge Ärger und potenzielle Probleme mit der Sicherheit. Aluminium mag verlockend sein, weil es billiger ist, aber die Nachteile, wie die schlechtere Leitfähigkeit und die Anfälligkeit für Oxidation, sind nicht zu unterschätzen. Wenn ihr also auf Nummer sicher gehen wollt und eine Installation haben möchtet, die euch lange Freude bereitet, dann greift lieber zum Kupfer. Denkt dran, bei Elektroinstallationen sollte man nicht am falschen Ende sparen. Im Zweifel immer einen Fachmann fragen!
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Kupfer bei der Verkabelung besser als Aluminium?
Kupfer leitet Strom viel besser als Aluminium. Stell dir vor, Strom ist wie Wasser in einem Rohr. Kupfer ist wie ein dickes, glattes Rohr, durch das das Wasser super einfach fließt. Aluminium ist eher wie ein dünneres Rohr mit ein paar Hindernissen. Das bedeutet, bei gleicher Strommenge braucht man bei Kupfer dünnere Kabel, und es geht weniger Energie verloren. Außerdem rostet Kupfer nicht so leicht und hält länger.
Ist Aluminiumkabel wirklich so viel billiger?
Ja, Aluminium ist deutlich günstiger als Kupfer. Das ist oft der Hauptgrund, warum Leute darüber nachdenken. Aber man muss aufpassen: Weil Aluminium Strom nicht so gut leitet, braucht man für die gleiche Leistung dickere Kabel. Das macht den Preisvorteil kleiner. Außerdem können die speziellen Anschlüsse und die vorsichtigere Installation, die Aluminium braucht, extra kosten.
Welche Probleme kann es mit Aluminiumkabeln geben?
Das größte Problem ist, dass Aluminium schnell eine Art ‚Rost‘ (Oxidationsschicht) bildet, wenn es mit Luft in Kontakt kommt. Diese Schicht leitet Strom schlecht und kann dazu führen, dass Verbindungen locker werden. Wenn Verbindungen locker sind, kann es heiß werden und sogar zu Bränden kommen. Außerdem ist Aluminium etwas ‚weicher‘ und kann leichter brechen, besonders wenn es oft gebogen wird oder heiß wird.
Kann man Kupfer- und Aluminiumkabel einfach zusammen benutzen?
Das ist keine gute Idee und sollte nur von einem Profi gemacht werden. Wenn man die beiden Metalle direkt verbindet, kann es zu Problemen kommen, weil sie sich unterschiedlich verhalten, zum Beispiel bei Wärme. Das kann zu schlechten Kontakten und gefährlichen Situationen führen. Wenn es sein muss, braucht man spezielle Verbindungsstücke und viel Wissen.
Wie lange halten Kupfer- und Aluminiumkabel ungefähr?
Kupferkabel sind dafür bekannt, sehr lange zu halten, oft viele Jahrzehnte, ohne Probleme zu machen. Aluminiumkabel können auch eine Weile halten, aber wegen der Probleme mit Oxidation und locker werdenden Kontakten muss man bei ihnen vorsichtiger sein. Manche sagen, dass Aluminiumkabel nach etwa 30 Jahren ausgetauscht werden sollten, während Kupferkabel oft länger halten.
Was ist wichtiger: Der Preis oder die Sicherheit bei Kabeln?
Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen, besonders wenn es um Strom geht. Kupfer ist zwar teurer, aber es ist sicherer und zuverlässiger. Aluminium ist billiger, aber die Risiken, die damit verbunden sind (wie Überhitzung und Brandgefahr), sind es meistens nicht wert, besonders in Wohnungen oder Häusern. Wenn du dir unsicher bist, frag immer einen Elektriker!