Das Wichtigste in Kürze
- n8n rechnet nach Workflow-Ausführungen ab, Make nach Credits (früher Operations), Zapier nach Tasks; dasselbe Szenario kann daher sehr unterschiedlich zählen.
- Selbst-Hosting ist auf den gelesenen Seiten nur bei n8n dokumentiert (Community Edition unter der Sustainable Use License, keine übliche Open-Source-Lizenz).
- Bei der EU-Datenhaltung nennt nur n8n auf den geprüften Seiten einen Standort (Frankfurt für gehostete Pläne); bei Make und Zapier fehlen dort entsprechende Angaben.
- Alle drei beschreiben KI-Agenten und MCP-Anbindung; Details und Abrechnung unterscheiden sich und ändern sich schnell.
So ist der Vergleich aufgebaut
n8n, Make und Zapier verbinden Programme miteinander und führen Abläufe automatisch aus: Ein Ereignis in System A löst Aktionen in System B und C aus. Die Grundlagen dazu erklärt der Artikel zur Marketing-Automatisierung; hier geht es um die Unterschiede der Werkzeuge.
Methodik: Dieser Vergleich beruht ausschließlich auf den Preisseiten, Hilfe- und Dokumentationsseiten der drei Hersteller sowie auf dem Lizenztext von n8n, abgerufen am 28.10.2026. PowerWire hat die Tools nicht selbst getestet, keine Benchmarks gemessen und gibt keine Rangfolge aus. Wo eine Seite zu einem Kriterium nichts sagt, steht das ausdrücklich da; das heißt nicht, dass es die Funktion nicht gibt. Preise sind als Modell beschrieben; konkrete Beträge nennen wir nur, wenn wir sie am 28.10.2026 auf der Preisseite gelesen haben.
Die Kriterien: Abrechnungsmodell, Hosting und Lizenz, Code und eigene Logik, Fehlerbehandlung, Datenstandort, KI-Funktionen.
Abrechnung: Ausführungen, Credits, Tasks
Der größte praktische Unterschied liegt in dem, was gezählt wird. Dasselbe Szenario kann je nach Modell sehr unterschiedlich ins Gewicht fallen.
- n8n zählt Workflow-Ausführungen. Laut Preisseite basiert die Preisgestaltung „auf monatlichen Workflow-Ausführungen, unabhängig von der Komplexität" (sinngemäß aus dem Englischen übersetzt): Ein vollständiger Lauf zählt als eine Ausführung, egal wie viele Schritte er enthält.
- Make zählt Credits. Laut Make-Hilfe haben Credits die Bezeichnung „Operations" als Abrechnungseinheit ersetzt. Die meisten Aktionen kosten 1 Credit, einige KI-Module mehr; Router und Fehlerbehandlungs-Module kosten laut Preisseite keine Credits. KI-Module, die Tokens verbrauchen, werden nach Verbrauch berechnet.
- Zapier zählt Tasks. Laut Zapier zählt ein Task, wenn Zapier erfolgreich eine Arbeitseinheit erledigt. Trigger, Polling und eingebaute Werkzeuge wie Formatter und Paths zählen nicht, fehlgeschlagene Aktionen ebenfalls nicht.
Für ein Rechenbeispiel ohne Preise: Ein Workflow hat einen Trigger und fünf Aktionen. Bei n8n zählt ein Lauf als eine Ausführung. Bei Make verbraucht der Lauf pro Aktion in der Regel 1 Credit, also etwa fünf. Bei Zapier zählen die erfolgreichen Aktionen als Tasks, der Trigger nicht. Bei hohem Volumen und vielen Schritten ändert sich das Verhältnis deutlich; prüfe deine Rechnung deshalb immer mit den aktuellen Preisseiten.
Konkrete Beträge (Stand: 28.10.2026)
Diese Beträge standen am 28.10.2026 auf den Preisseiten und gelten, wie angegeben, bei jährlicher Zahlung. Sie ändern sich.
| Anbieter | Gelesene Angabe |
|---|---|
| n8n | Starter 20 €/Monat (2.500 Ausführungen), Pro 50 €/Monat (10.000 Ausführungen), beide von n8n gehostet; Business 667 €/Monat (40.000 Ausführungen), laut Seite „nur selbst gehostet"; Enterprise auf Anfrage. Dazu ein Start-up-Programm mit 50 % Rabatt auf Business für Firmen unter 20 Beschäftigten. |
| Make | Free-Plan mit 1.000 Credits pro Monat. Weitere Pläne (Core, Pro, Teams, Enterprise) auf der gelesenen Seite ohne Beträge. |
| Zapier | Free: 100 Tasks pro Monat. Beispiele in US-Dollar bei jährlicher Zahlung: Pro mit 750 Tasks 19,99 $, mit 2.000 Tasks 49 $, mit 10.000 Tasks 129 $. Team ab 2.000 Tasks: 69 $. |
Zapier nennt außerdem eine Überschreitungsregel (Pay-per-Task) und Rabatte für gemeinnützige Organisationen; Make beschreibt zusätzliche Credit-Pakete, die nach einem Monat bzw. einem Jahr verfallen. Diese Details gehören in deine eigene Kostenrechnung.
Hosting und Lizenz
n8n bietet gehostete Pläne von n8n selbst an sowie eine selbst betreibbare Variante. Laut n8n-Dokumentation läuft n8n ohne Lizenzschlüssel als kostenlose Community Edition; mit Registrierung der E-Mail-Adresse lassen sich zusätzliche Funktionen freischalten, Business und Enterprise brauchen einen Lizenzschlüssel. Als Installationswege nennt die Doku ein Ein-Zeilen-Setup (Docker erforderlich), Docker Compose für Produktion und Anleitungen für mehrere Cloud-Anbieter.
Die Lizenz ist die Sustainable Use License v1.0. Laut Lizenztext im n8n-Repository darfst du die Software nur für eigene interne Geschäftszwecke oder nicht-kommerziell nutzen und verändern; eine Weitergabe ist nur kostenlos und nicht-kommerziell erlaubt, eine Unterlizenzierung ausgeschlossen. Dateien mit „.ee." im Namen fallen unter eine eigene Enterprise-Lizenz. Das ist damit keine übliche Open-Source-Lizenz wie MIT. Ob dein konkreter Einsatz (zum Beispiel Betrieb für Kunden) darunter fällt, solltest du anhand des Lizenztexts klären.
Make und Zapier werden laut den gelesenen Seiten als Cloud-Dienste beschrieben. Eine selbst betreibbare Edition wird dort nicht beschrieben.
Code und eigene Logik
Alle drei erlauben es, Code in Abläufe einzubauen, mit unterschiedlichen Grenzen:
- n8n: Der Code-Knoten unterstützt JavaScript (Node.js) und natives Python. Laut Doku kannst du in der Cloud keine externen npm-Module einbinden (nur
cryptoundmoment), und natives Python kann dort keine Bibliotheken importieren. Selbst gehostet lassen sich Module nach Freischaltung importieren. In beiden Fällen kann der Code-Knoten laut Doku weder auf das Dateisystem zugreifen noch HTTP-Anfragen senden; dafür gibt es eigene Knoten. - Zapier: Code by Zapier unterstützt laut Hilfe nur JavaScript (Node.js 22) und Python 3.13.
- Make: Auf den gelesenen Seiten haben wir zu Code-Schritten keine verifizierbaren Details gefunden; wir bewerten dieses Kriterium deshalb nicht.
Wie Systeme über Schnittstellen und Webhooks miteinander sprechen, erklärt der Artikel zur API-Schnittstelle; je besser du das verstehst, desto leichter fällt dir der Einsatz eines HTTP-Request-Schritts, falls ein Dienst keine fertige Anbindung hat.
Welche Sprache für solche Schritte sinnvoll ist, hängt von deinem Team ab; eine Orientierung gibt der Artikel Welche Programmiersprache lernen?.
Fehlerbehandlung
- n8n: Dokumentiert sind ein Error Workflow (in den Workflow-Einstellungen festgelegt, läuft bei fehlgeschlagener Ausführung), der Error-Trigger-Knoten, der Fehlerdaten wie Ausführungs-ID, Fehlermeldung, Stack Trace und letzten Knoten liefert, und der Stop-and-Error-Knoten, mit dem du einen Fehler gezielt auslöst.
- Make: Die Hilfe nennt Error Handler, Exponential Backoff (automatische Wiederholungen mit wachsenden Pausen) und Throw (Fehler bedingt auslösen).
- Zapier: Hierzu liegt uns keine geprüfte Herstellerangabe vor; wir bewerten das Kriterium nicht.
Datenstandort und EU-Hosting
Dieses Kriterium zählt, wenn du personenbezogene Daten verarbeitest. Aus den Quellen ergibt sich:
- n8n: Bei gehosteten Plänen werden laut Preisseite Daten „in der EU auf Servern in Frankfurt, Deutschland" gespeichert. Bei Selbst-Hosting liegen die Daten dort, wo du hostest.
- Make: Die Sicherheitsseite erwähnt die Einhaltung der DSGVO, AWS-Infrastruktur und Verfügbarkeit über zwei Zonen, nennt aber keine Region. Für Details verweist Make auf den Vertrieb. Die Preisseite enthält keine Angaben zu Regionen.
- Zapier: Die Datenschutzerklärung sagt, dass Informationen unter anderem in den USA verarbeitet werden. Für Personen im EWR, in Großbritannien und der Schweiz nennt Zapier Schutzmaßnahmen wie Standardvertragsklauseln und eine Zertifizierung unter dem EU-U.S. Data Privacy Framework. Ob Zapier Daten in der EU hostet, geht aus den gelesenen Seiten nicht hervor.
Das ist keine Aussage über Rechtskonformität. Prüfe Auftragsverarbeitungsvertrag und Datenstandort direkt beim Anbieter und lass die Bewertung bei Bedarf rechtlich prüfen.
KI-Funktionen
Alle drei Hersteller beschreiben KI-Funktionen, jeweils mit eigener Abrechnung:
- n8n: Laut Preisseite sind AI-Agent-Knoten, MCP Server Trigger und MCP Client in allen Plänen enthalten (Agents als „Preview"). Der Assistent arbeitet in der Cloud mit Credits; selbst gehostet nutzt er eigene API-Schlüssel ohne Credit-Limit.
- Make: Die Preisseite nennt den KI-Assistenten Maia, KI-Agenten, einen MCP-Server und Make AI Apps. Nutzt du Module von Drittanbietern wie OpenAI oder Anthropic mit eigener Verbindung, zahlst du Make-Credits pro Operation und den Anbieter direkt für Tokens; bei Make AI Provider richten sich die Credits nach Tokens und Operationen.
- Zapier: Laut Preisseite sind AI by Zapier, Agents, Chatbots und MCP Teil des Angebots. Agents rechnen über „Activities" ab, nicht über den Task-Pool; AI by Zapier wird nach Modellstufe pro Schritt abgerechnet, die Preisseite verweist für die Sätze auf eine eigene Seite.
Der Funktionsumfang rund um KI ändert sich bei allen dreien schnell. Entscheide nicht nach Marketingbegriffen, sondern danach, ob die konkrete Aufgabe (zum Beispiel „Anfrage klassifizieren und in CRM eintragen") in der Doku beschrieben ist.
Vergleichstabelle
Stand: 28.10.2026, nach Herstellerangaben. „Nicht geprüft" heißt: keine verifizierbare Angabe gelesen, keine Bewertung.
| Kriterium | n8n | Make | Zapier |
|---|---|---|---|
| Abrechnungseinheit | Workflow-Ausführung | Credits (früher Operations) | Tasks (erfolgreiche Arbeitseinheiten) |
| Kostenloser Einstieg | Community Edition (selbst gehostet); Cloud-Test ohne Kreditkarte | Free-Plan, 1.000 Credits/Monat | Free-Plan, 100 Tasks/Monat, nur Zwei-Schritt-Zaps |
| Selbst-Hosting | Ja (Community, Business, Enterprise) | Auf gelesenen Seiten nicht beschrieben | Auf gelesenen Seiten nicht beschrieben |
| Lizenz | Sustainable Use License v1.0 (eingeschränkt) | Cloud-Dienst (Lizenz nicht geprüft) | Cloud-Dienst (Lizenz nicht geprüft) |
| Code-Schritt | JavaScript, Python (mit Grenzen) | Nicht geprüft | JavaScript (Node.js 22), Python 3.13 |
| Fehlerbehandlung | Error Workflow, Error Trigger, Stop and Error | Error Handler, Backoff, Throw | Nicht geprüft |
| EU-Datenstandort | Gehostete Pläne: Frankfurt | Keine Region auf gelesenen Seiten | Keine EU-Hosting-Angabe auf gelesenen Seiten |
| KI/Agenten | Agent-Knoten, MCP | Maia, Agenten, MCP | AI by Zapier, Agents, MCP |
| Zahl der Integrationen | Nicht geprüft | Nicht geprüft | Nicht geprüft |
Wer sollte was prüfen?
Das ist keine Empfehlung, sondern eine Zuordnung von Kriterien zu Situationen:
- Du brauchst Kontrolle über Datenstandort und Betrieb, und jemand im Team kann einen Server betreiben: Dann ist die selbst gehostete Variante von n8n ein Kandidat. Rechne Betrieb, Updates und Backups ein, und prüfe, ob die Lizenzbedingungen zu deinem Einsatz passen.
- Du willst keinen Server betreiben und baust Abläufe zwischen gängigen Cloud-Diensten: Alle drei kommen als Cloud-Dienst infrage; entscheidend sind dann Abrechnungsmodell und deine erwartete Zahl an Läufen und Schritten.
- Du hast sehr einfache Abläufe mit wenigen Schritten: Hier können Zapiers Task-Zählung (Trigger zählen nicht) oder ein Free-Plan ausreichen. Beachte, dass der Free-Plan nur Zwei-Schritt-Zaps erlaubt.
- Du brauchst viele Verzweigungen und Datenumformungen pro Lauf: Prüfe, wie sich die Zähleinheit bei vielen Schritten verhält; bei Credits oder Tasks wächst die Rechnung mit jedem Schritt, bei Ausführungen nicht.
Dein nächster Schritt
Nimm einen echten Ablauf aus deinem Alltag, etwa „neue Formular-Anfrage → CRM-Eintrag → Chat-Benachrichtigung", und schreibe ihn als Liste mit Schritten auf. Schätze die Zahl der Läufe pro Monat, zähle die Schritte und rechne das Ergebnis mit den Zähleinheiten der drei Preisseiten durch. Prüfe parallel, ob die verarbeiteten Daten personenbezogen sind und wo sie liegen dürfen. Wenn der Ablauf Marketing-Ziele hat, lege vorab fest, woran du den Erfolg misst, etwa über die Conversion-Rate. Die Tabelle oben liefert dir dann die Kriterien, mit denen du zwei Kandidaten in die engere Wahl nimmst.
Häufige Fragen
Welches Tool ist das günstigste?
Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil die Zähleinheit verschieden ist: n8n zählt ganze Workflow-Läufe, Make zählt Credits pro Aktion, Zapier zählt erfolgreiche Tasks. Rechne dein eigenes Szenario mit den aktuellen Preisseiten durch.
Kann ich n8n kostenlos nutzen?
Laut n8n-Preisseite steht eine Community Edition zum Selbst-Hosting auf GitHub bereit. Dafür trägst du Betrieb und Wartung selbst, und die Lizenz erlaubt die Nutzung nur für eigene interne Geschäftszwecke oder nicht-kommerziell.
Eignen sich diese Tools für personenbezogene Daten?
Das hängt von Vertrag, Datenstandort und deiner Rechtsgrundlage ab und lässt sich nicht aus einem Vergleich beantworten. Prüfe Auftragsverarbeitung und Datenstandort beim Anbieter; das ist keine Rechtsberatung.
Quellen
- n8n Pricing n8n GmbH (n8n.io) · abgerufen am 28. Oktober 2026
- LICENSE.md (Sustainable Use License v1.0), n8n-Repository n8n / GitHub · abgerufen am 28. Oktober 2026
- Hosting n8n / Choose how to use n8n / Code node / Error handling n8n Docs (docs.n8n.io) · abgerufen am 28. Oktober 2026
- Make Pricing und Credits (Hilfe) Make (make.com, help.make.com) · abgerufen am 28. Oktober 2026
- Make Security und Error handling (Hilfe) Make (make.com, help.make.com) · abgerufen am 28. Oktober 2026
- Zapier Pricing Zapier, Inc. (zapier.com) · abgerufen am 28. Oktober 2026
- Zapier Privacy Statement und Using Code by Zapier Zapier, Inc. (zapier.com, help.zapier.com) · abgerufen am 28. Oktober 2026